Am vergangenen Samstag konnte die freiwillige Feuerwehr Alteglofsheim ein besonderes Ereignis feiern - die Einweihung ihres neuen Feuerwehrgerätehauses.

Um 9:30 Uhr trafen sich die Feuerwehrler am alten Gerätehaus zusammen mit vielen Ehrengästen und weiteren Ortsvereinen. In der Pfarrkirche wurde zum Dank ein Festgottesdienst gefeiert. Anschließend marschierte der Festzug unter Begleitung der Moosgrab’ntaler Musikanten zum neuen Feuerwehrgerätehaus.

Dort begrüßte der 1. Vorsitzende des Feuerwehrvereins Fabian Nußer die zahlreichen Ehrengäste, darunter Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Herbert Heidingsfelder und Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer und bat die beiden Geistlichen um die Segnung des neuen Gebäudes.

In seiner Ansprache betonte Pater Josef Puthussery die Opferbereitschaft und den Mut der Feuerwehrleute, die oft ihre eigenen Grenzen überschreiten, um anderen zu helfen. Er hob hervor, dass das neue Gerätehaus nicht nur ein Lagerort, sondern auch ein Ort der Erholung für Körper und Geist sein soll. Prädikant Dr. Drewes betonte die Bedeutung von Ausbildung, Vertrauen und Kameradschaft in herausfordernden Einsatzsituationen und ermutigte die Feuerwehrleute, auch Kraft und Unterstützung von Gott zu suchen.

Nach der Segnung des Gebäudes durch die beiden Geistlichen begrüßte Landrätin Schweiger die Ehrengäste und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Sie hob hervor, dass das neue Gerätehaus nicht nur ein Bedürfnis der Feuerwehr war, sondern vor allem der Sicherheit der Gemeinde und ihrer Bewohner dienen werde. Zudem sei das finanzielle Engagement der Gemeinde zu würdigen, die die Bausumme nicht einfach aus der Westentasche zahlen könne. Aber auch die Beteiligung der Feuerwehr durch Eigenleistungen und der Bürger durch Spenden wurde lobend erwähnt.

Staatssekretär Tobias Gotthardt würdigte die wichtige Rolle der freiwilligen Feuerwehren als eine Herzensangelegenheit des Freistaats und überbrachte die Glückwünsche der Bayerischen Staatsregierung. Laut ihm werde man weltweit um die gut funktionierenden freiwilligen Feuerwehren beneidet.

Der Kreisbrandrat unterstrich die Bedeutung der Feuerwehr in der Gesellschaft und dankte den Kommunen für ihre Investitionen in die Feuerwehren. Ein Gerätehaus sei ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer Gemeinde und er hoffe, dass das neue Gebäude eine Begegnungsstätte wird.

Der Architekt Peter Bielmeier vom Büro Winkler in Wörth betonte die starke Präsenz des Ehrenamts in Bayern und ihm sei es eine besondere Freude, diesen Einsatz mit einem funktionalen Gebäude zu unterstützen. Er dankte auch allen Beteiligten, allen voran dem Bauamt der Gemeinde und dem Kernteam um Koordinator Robert Ettl und Kommandant Josef Steinberger, für die konstruktive Zusammenarbeit. Er hob hervor, dass das Feuerwehrhaus modernen Anforderungen entspricht und auch ökologische Aspekte berücksichtigt. Anschließend übergab er symbolisch den Schlüssel an den 1. Bürgermeister.

Dieser dankte allen Beteiligten für den Einsatz und ließ die Entstehungsgeschichte des neuen Gerätehauses kurz Revue passieren. Diese begann bereits 2010 da es in und um das alte Gerätehaus an Platz mangelte. Nach einer schwierigen Standortsuche konnte 2017 mit der Planung begonnen werden. Auch dabei gab es einige Rückschlage bis 2022 mit dem Bau begonnen werden konnte. Bevor er den Schlüssel an den 1. Kommandanten weitergab, wünschte er der Feuerwehr, dass sie im neuen Haus eine neue Heimat finden werde und nach Einsätzen stets gut zurückkommen werde.

Der Kommandant nahm den Schlüssel im Namen der 76 Aktiven und 35 Jugendlichen entgegen. Er dankte der Gemeinde für die Bereitstellung des neuen Gebäudes und betonte, die Wehr verfüge jetzt über ein modernes und zukunftweisendes Gerätehaus, das den Anforderungen im Betrieb voll gerecht werde.

Anschließend übernahm der Projektleiter Robert Ettl das Wort. Er würdigte die gute Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauphase und dankte allen, die zum Erfolg des Projekts beigetragen haben. Auch wenn es viele Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten gab, konnten diese immer einvernehmlich gelöst werden. Er berichtete auch von vielen Besprechungen bei der Planung und von rund 2.500 Stunden an Eigenleistungen, bei denen sich über 60 Helfer beteiligten. Er entschuldigte sich auch für manche grauen Haare, die er bei einigen Fachplaner verursacht haben könnte. Für ihn persönlich haben sich die grauen Haare auf jeden Fall rentiert.

Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende im Namen des Feuerwehrvereins für das neue Haus und ganz besonders Bei Robert Ettl, der den Neubau begleitet hat wie sein eigenes Haus. Als Dank überreichte er ihm ein Erinnerungsgeschenk und ein Lego-Feuerwehrhaus, das Robert nach eigenen Vorstellungen bauen könne. Fabian schloss den offiziellen Teil mit unserem Wahlspruch: „In Gottes Namen allezeit, selbstlos, treu und hilfsbereit.“

Die Feierlichkeiten wurden mit einem Festbetrieb und einem Fassanstich durch den Bürgermeister abgerundet. Am Nachmittag nutzten viele Dorfbewohner und Feuerwehrler aus den umliegenden Ortschaften die Gelegenheit, das neue Feuerwehrgerätehaus zu besichtigen.

 

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